Datenrettung von Festplatten, bzw. das Retten durch Reparatur der Festplatte erfordert bei physikalischen Defekten in der Regel immer einen Reinraum. Die Technik ist hierbei jedoch lediglich eine Grundvoraussetzung, ein wesentlich bedeutender Aspekt ist hierbei die jeweilige Erfahrung im Bereich der Datenrekonstruktion von physikalisch beschädigten Datenträgern.

 

KUERT verfügt über mehr als 20 Jahre Labor-Erfahrung sowie international anerkannte Experten und hilft ihnen, in allen Fällen von Datenverlust, mit einer Rekonstruktion und Rettung defekter Platten gerne weiter.

Es gibt verschiedenste Gründe, die zu einem Defekt der Festplatte führen können und somit eine Rettung eines Hard Disk Drives erforderlich machen können, so zum Beispiel:

Datenrettung im Reinraum

Gründe die eine Wiederherstellung erforderlich machen können:

Menschliches Versagen:

  • Fallschäden aufgrund Unachtsamkeit oder versehentliches Löschen der Daten aufgrund von Unaufmerksamkeit
  • Trägheit ( z.B. Unterlassung von Konsistenzprüfungen von Backups )
    Daten-Backups zu erstellen ist immer vorteilhaft, eine regelmäßige Kontrolle der erstellten Backups, im Rahmen einer Konsistenzprüfung, ist hierbei jedoch oberste Bürgerpflicht. Denn grundsätzlich gilt: IT-Technik ist anfällig für Ausfälle und diverse technische Defekte, von daher sollten Sie sich NIE auf Ihre IT verlassen, sorgen Sie für Daten-Duplizität und kontrollieren Sie erstellte Backups regelmäßig im Rahmen von Stichproben. 
  • Fehlverhalten nach Eintritt eines Datenverlusts
    Grundsätzlich gilt: Erst informieren, dann reagieren. Bei bestimmten Schadenszenarien kann eine erneute Inbetriebnahme des Datenträgers und hierbei insbesondere von ferromagnetischen Platten, zum rettungstechnischen "K.O" Ihres internen oder externen HDD-Laufwerks führen. In solchen Fällen können weder wir noch andere weiterhelfen. Zudem besteht eine Korrelation zwischen der Datendichte und der Beschädigungsfläche bei einem Headcrash des Laufwerks, da sich im Zuge der Zeit die Datendichte / Magnetscheibe überproportional zur physikalischen Fläche der Schreib-/ Leseköpfe entwickelt hat. Im Klartext bedeutet dies: Je größer die Speicherkapazität einer Platte ist, desto schwieriger und zeitaufwändiger wird die Rettung des Laufwerks. Diese Information ist zudem wertvoll, da man aufgrund dieser Tatsache auch bei der Planung von IT-Speichertopologien im Unternehmen bereits eine Risikominimierung für Worst-Case-Szenarien berücksichtigen kann. 

 

Materialermüdung / Verschleiß:

  • Arbeiten mit zu alten Datenträgern bei denen aufgrund des Alters mechanische Komponenten verschleißen
    Platten in Server- oder RAID-Systemen sollten in regelmäßigen Abständen ausgewechselt werden um jegliches potentielles Ausfallrisiko nachhaltig zu reduzieren.
  • Ignorieren von SMART-Fehlermeldungen
    SMART-Fehlermeldungen können defekte Sektoren oder Temperaturschwankungen von Platten frühzeitig signalisieren, bzw. visualisieren. Diese Meldungsdaten und Parameter können über diverse Softwaretools regelmäßig abgefragt werden.

 

Beispiele für einen Defekt der Festplatte und Notwendigkeit eines Labors:

Klickende, klackernde oder schleifende Geräusche der HDD können eine Reparatur erschweren

Der PC, das Notebook oder die Festplatte startet nicht und macht mechanische Geräusche, vergleichbar mit einem rythmischen klicken / klackern der Festplatte oder im schlimmsten Falle mit schleifenden oder kratzenden Geräuschen des Festplattenlaufwerks. Ein typisches Beispiel für einen Defekt der Schreib-/Leseköpfe ist ein andrehen der Magnetscheiben verbunden mit einem Klick-Geräusch und einem darauffolgendem herunterdrehen der Magnetscheiben.

Schalten Sie in solchen Fällen die Platte, den PC oder das Notebook umgehend aus und unterlassen Sie jeden Versuch die Platte wieder erneut anzuschalten. Ein erneutes Anschalten der Platte kann hierbei zu einer massiven Einschränkung des Rettungsergebnisses führen, auch für professionelle Datenretter. Um die Festplatte reparieren zu können ist es somit erforderlich, dass schon der Anwender die richtigen Maßnahmen ergreift um die bestmögliche Rettungswahrscheinlichkeit aufrecht zu erhalten.

Festplatte zeigt keinerlei Funktion oder sonstige Lebenszeichen

In Fällen in denen die HDD keinerlei Anzeichen einer Funktion zeigt, die darauf hindeuten das die Festplatte arbeitet, bzw. sich dreht ist es ebenfalls erforderlich ein Rettungslabor zu konsultieren. Ursächlich hierfür können viele Faktoren sein, die gängisten Ursachen liegen in einer defekten Elektronik der Festplatte, bzw. einem Defekt des Antriebsmotors der Festplatte.

 

Firmware Defekt der Festplatte

Die Service Area der HDD liegt im Innern des Laufwerkes und ist zuständig für die ordnungsgemäße Adressierung von Speicherinhalten und Datenorganisation sowie zur Verwaltung der typischen Parameter einer HDD. Auch finden sich auch einige Teile der Firmware als Bestandteil des PCB, bzw. der Platine unterhalb des Festplattengehäuses, ein Austausch des PCB bringt in der Regel jedoch keinen Erfolg, da dieser Tausch der Platine keinen Einfluß auf die Wiederherstellung der Service Area im Innern der Festplatte hat. Um einen Zugriff auf die Service Area zu erhalten benötigt man spezielles und sehr teures Equipment und -viel wichtiger- ein enormes Maß an Erfahrung.

Schäden an der Elektronik oder dem Antriebsmotor

Wenn die Platte keinerlei Funktion mehr zeigt, dann könnte dies auch mit einer Beschädigung des Antriebsmotors oder der Plattenelektronik liegen. Neben einer äußeren Elektronik verfügen HDDs auch über eine innere Elektronik. Im Falle von Überspannungsschäden passiert es nicht selten, dass beide Elektroniken in Mitleidenschaft gezogen werden. Wenn sich die Hard Disk nicht mehr drehen sollte, so können sich hierfür mehrere der zuvor genannten Gründe verantwortlich zeichnen. 

 

Datenrettung von Solid-State Disks (SSD Festplatte, SSD-Laufwerke):

Sie werden als schnell, ausfallsicher und zuverlässig beworben, aber sie sind teuer in der Anschaffung: Solid-State-Drives. SSD-Technologie enthält im Vergleich zu Ferro-magnetischen Datenträgern keinerlei mechanische Bauteile. Dies ist definitiv ein klarer Vorteil, jedoch sollte man nicht dem Glauben verfallen, dass eine SSD ausfallsicher ist. So gibt es auch zahlreiche Gefahren für Solid State Disks die im Endeffekt dazu beitragen, dass auf die als vermeintlich sicher geglaubten Daten der SSD plötzlich nicht mehr zugegriffen werden kann. Der schwache Punkt einer SSD ist der Controller, welcher die Datenorganisation zur Speicherung kontrolliert. Der Controller einer SSD ist ein IC und ein IC ist generell immer anfällig für Überspannungsschäden. Die Kosten für eine Reparatur defekter Solid-State-Disks liegen bei KUERT momentan im Bereich zwischen 600 - 1.500 EUR zzgl. Mwst. Maßgeblich hierfür ist der jeweilige Defekt, sowie der zu erwartende Aufwand um die Daten zu retten. Aus diesem Grunde ist jeder Datenwiederherstellung einer SSD zunächst eine Analyse (Kostenvoranschlag) vorgeschaltet. Die Analysekosten liegen bei 90 EUR net. zzgl. Mwst und werden bei Beauftragung der Rettung verrechnet, bzw. entfallen.

Bei Datenverlust ist hektischer Aktionismus immer ein sehr schlechter Ratgeber

Insbesondere bei Privatkunden stellen wir zunehmend fest, dass im Falle eines Datenverlusts der Hard Disk häufig grundlegend falsch reagiert wird. Im Falle eines Fallschadens wird die Festplatte zunächst angeschlossen um zu überprüfen ob diese noch funktioniert, bis zu einem gewissen Grad ist dies eine völlig nachvollziehbare menschliche Reaktion. Wir weisen jedoch darauf hin, dass ein mehrmaliges anschalten der Festplatte direkte Auswirkungen auf die spätere Chance zur Rettung haben kann. Auch ist es nicht angeraten die Hard Disk in die Hände eines vermeintlichen "Profis" zu geben oder mal "Jemanden drüber schauen zu lassen, der sich damit auskennt".

Eine Rettung von Daten an physikalisch beschädigten Platten, benötigt umfangreiches Know-How, spezielle Werkzeuge und Tools sowie eine Reinraum-Umgebung. Je höher die Datendichte, bzw. Kapazität der entsprechenden Hard Disc ist, desto wichtiger ist es im Falle eines Datenverlust richtig zu reagieren. Ihre Daten sind Ihnen wichtig, ob Ratschläge in Internet-Foren oder IT-Experten im Bekanntenkreis das genauso sehen, darf bezweifelt werden. Es kommt nicht selten vor, das Festplatten "mit den Besten Absichten" seitens des Kunden unbewusst so dermaßen beschädigt werden, dass selbst professionelle Datenretter diese Daten schlichtweg nicht mehr wiederherstellen können. Dies äußert sich zum Beispiel durch Fingerabdrücke und Kratzer auf den Magnetscheiben oder Ausbauversuche einzelner Magnetscheiben aus einem Plattenstapel. Da mehrere Scheiben in einer Platte auf einen Mikrometer exakt auf einer Achse eingestellt sind, ist bei einer Änderung dieser Anordnung und Ausrichtung keine Rettung der Daten mehr möglich.