Gewitter und Datenverlust

Bochum, 13.07.2010 – Sommerliche Temperaturen bis hinauf zu 40 Grad in der Spitze, bringen in der Folge Wärmegewitter mit sich und gefährden somit gespeicherte Daten auf PCs, Laptops und Server-Systemen. Wärmegewitter zeichnen sich oftmals verantwortlich für einen Verlust von Daten durch den Ausfall von Speichermedien bei Privatleuten und Unternehmen. Gefährdet sind hierbei vor allem externe und interne Festplatten in PC- / Laptops oder digitalen Aufzeichnungsgeräten sowie RAID- und NAS-Systeme oder USB-Sticks und SD-Karten.

Gefährdung von Festplatten durch Unwetter aufgrund von Überspannung

„Gerade in den Sommermonaten verzeichnen wir einen spürbaren Zuwachs an Datenträgern, die aufgrund von Überspannungsschäden durch Gewitter oder Hitzeeinflüssen ausgefallen sind“, sagt Martin Eschenberg, Marketing-Manager der KUERT Datenrettung Deutschland GmbH.

Private Nutzer verfügen häufig nicht über optimale Lösungen um einem potentiellen Datenverlust zu begegnen. Im Unternehmenseinsatz sorgen unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) für den entsprechenden Schutz vor Überspannungen und plötzlich auftetenden Spannungsspitzen im Stromnetz.

Dennoch gibt es auch für Privatanwender vielfältige Möglichkeiten sich preiswert vor Überspannungen zu schützen. So lässt sich durch den Einstatz von Überspannungs-Steckdosenleisten, welche in der Anschaffung bei ca. 50,- EURO liegen, ein Grundschutz preiswert einrichten. Überspannungs-Steckdosenleisten bieten auf Vielfliegern oder Reisenden die Sicherheit beim Betrieb der eigenen Datenspeicher in fremden Stromnetzen. Gerade innerhalb von BRIC-Staaten und aufstrebenden Infrastrukturregionen, finden sich innerhalb der Stromnetze häufig Spannungsschwankungen, bei denen plötzlich auftretende Spannungsschwankungen eine Gefahr darstellen können.

Einige Hinweise zum Umgang mit Datenträgern bei sommerlicher Hitze:

Festplatten in PCs, Notebooks und Servern und externen Festplatten:

  • Gewitter stellen immer eine potenzielle Gefahr von Datenverlust dar: Trennen sie am Besten alle Peripheriegeräte und Datenspeicher sowie alle zum Datenaustausch erforderlichen Gerätschaften (Netzwerk, ISDN, WAN/LAN-Verkabelungen) vorübergehend während des Gewitters ab.
  • Eine gute funktionierende Kühlung Ihrer IT-Geräte sorgt in den Sommermonaten für Sicherheit und wenig Probleme, dazu gehört auch die regelmäßige interne Wartung und Säuberung von IT-Systemen, Servern und Notebooks und Datenspeichern, nicht nur im Sommer, sondern mehrmals im Jahr. Je besser die Luft innerhalb Ihrer Systeme zirkulieren kann, desto niedriger ist hierbei die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls oder des Auftretens plötzlicher Probleme.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die SMART-Fehlermeldungen der sich im Einsatz befindlichen Festplatten. Kontrollieren Sie ob die SMART-Unterstützung im BIOS eingeschaltet und aktiv ist. SMART-Fehlermeldungen helfen dabei einen drohenden Ausfall Ihrer Festplatte, möglichst frühzeitig zu erkennen. Gute Smart-Analysesysteme, warnen Sie zudem frühzeitig vor eventuallen Temperaturproblemen an Festplatten.
  • Vermeiden Sie möglichst direkte Sonneneinstrahlung auf Ihre mobilen Datenträger wie Notebooks, USB-Sticks, Speicherkarten oder mobile Festplatten. Technik reagiert zumeist sehr sensibel auf äußere Einflüsse, dies gilt auch für Digitalkameras und Videotechnik und die hierbei eingesetzten Flash-Speicher. Starke Sonneneinstrahlung auf deine microSD Speicherkarte, kann beispielsweise dazu führen, dass sich das Material durch die Hitzeeinwirkung verformt oder wölbt. Hierbei kann es dann zu Delaminierungen kommen, bei dem durch die Wölbung des Außenmaterials kleine Risse an den internen Leiterbahnen oder der internen Verdrahtung eines Chips entstehen.
  • Innerhalb von Unternehmen, sollte die IT-Abteilung regelmäßig die Kühlsystem-Infrastruktur auf eine ordnungsgemäße Funktion prüfen. Falls keine Kühlsystem-Lösung vorhanden sein sollten, so sollte zumindest dafür gesorgt werden, dass alle wichtigen IT-Server-Systeme vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sind.

Fehlerbilder die einen Defekt des Datenträgers signalisieren:

  • Festplatte wird plötzlich im Bios nicht mehr erkannt
  • Festplatte reagiert plötzlich nicht mehr und läuft nicht an oder startet nicht mehr
  • Festplatte klickt oder macht seltsame oder komische Geräusche
  • Festplatte läuft an oder startet, geht aber sofort danach wieder aus und lässt sich nicht adressieren.
  • SD-Karte oder USB-Stick will plötzlich formatiert werden
  • SD-Speicherkarte oder USB-Stick werden plötzlich auch an verschiedenen Systemen nicht mehr erkannt.
  • Speicherkarte hat sich aufgrund von Sonneneinstrahlung deformiert und passt nicht mehr in Kamera oder Kartenleser

Wenn Ihnen ihre Daten wichtig sind, dann sollten Sie sich bei obenstehenden Szenarien direkt an ein Labor zur Datenrettung wenden. Eine Anwendung von Rettungssoftware zur Datenwiederherstellung bei den oben beschriebenen Fehlerbildern sinn- und zwecklos und kann zudem auch zu einem Komplettverlust der wichtigen Daten führen, so dass dann auch ein professionelles Labor nicht mehr weiterhelfen kann.

Falls es doch einmal zu einem Datenverlust durch Überspannung oder Hitzeeinwirkung kommen sollte, so gibt es Informationen und Hilfe unter: http://www.datenrettung-schweiz.ch. Dort bieten wir Hilfe und Informationen über Datenrettung und Datenwiederherstellung, die Prozessabläufe sowie Preise und Konditionen.

Hotline für Schadensmeldungen: ++49 (0) 2 34 / 962 90 390